Freitag, 30. November 2007

"Robin Hood"

Die Bande hat inzwischen schon ordentlich Zulauf und begeht Greultaten. Karl setzt sich jedoch für die Armen ein. Roller, einem Mitglied der Bande hat er bereits das Leben gerettet, indem er ihn vom Galgen holte.
Als Schufterle erzählt, dass er ein kleines Kind ins Feuer geworfen habe, wird er wütend, vertreibt diesen und wird depressiv.
Ein Mönch taucht auf mit der Forderung an Karl sich zu stellen.
Karl seinerseits nimmt dies zum Anlass der Kirche Heuchelei vorzuwerfen.

Karl ist tot

Amalia und der alte Moor erinnern sich, wie schön es war, als Karl noch bei ihnen war. Da tritt Herman mit der Nachricht von Karls Tod auf. Alle sind aufgebracht, kurz darauf stirbt der alte Moor vor Schreck. Für Franz hingegen ist der Tod seines Vaters ein Triumph, denn er glaubt nun, dass er die Macht hat und nicht sein Bruder.


Durch dies Szene wird klar, wie groß der Hass auf Karl und seinen Vater ist. Das zeigt die Tatsache, dass er seinem Vater so etwas schreckliches antut.

Interessant ist Amalias Reaktion, als sie erfährt, dass Karl Hermann ein Bild von ihr mitgegeben hat und sie nun Franz gehören soll. Sie ist misstrauisch, da sie weiß, dass Karl sie niemals in die Hände von Franz geben würde.

Donnerstag, 29. November 2007

Wortduell

Auffallend ist, dass sowohl im "Kohlhaas", als auch in "Die Räuber" Ausrufezeichen dicht gefolgt von Fragezeichen am häufigsten auftauchen. Bei Kleist kommen Begriffen wie Fürst und Recht eine große Bedeutung zu, Schiller hingegen verwendet Vater und Liebe häufiger. Auch "Gott" ist bei ihm öfter zu lesen, als bei Kleist. Dieser macht dafür von dem Wort "Groß" mehr Gebrauch.


Auf den ersten Blick scheint bei Schiller die religiöse Dimension ausgeprägter zu sein, als bei Kleist. Dafür sprechen die Worte "Gott", "Vater" und "Liebe". Bei Kleist spielen, zumindest äußerlich, weltliche Aspekte eine größere Rolle ("Fürst", "Recht"). Setzt man sich aber tiefgehender mit "Kohlhaas" auseinander, dann fällt auf, dass versteckt die Liebe und auch die Religion vorhanden sind.

Freitag, 23. November 2007

Mordpläne

Franz schmiedet Pläne, wie er seinen Vater töten könnte, ohne die Tat selbst begehen zu müssen ("den Körper vom Geist aus verderben", S.43, Z.31). Er kommt zu dem Entschluss, Hermann, Bastard eines Edelmannes, verkleidet zu seinem Vater zu schicken. Dieser soll dem alten Moor die Nachricht des Todes von Karl bringen.


Es stellt sich die Frage, wie der alte Moor darauf reagiert und ob er vor Schmerz und Schrecken wirklich sterben wird.

Amalia

Franz versucht sich an Amalia, der geliebten Karls, ranzumachen. Er erzählt schreckliche Dinge von Karl, um sie von ihm wegzulocken. Diese aber lehnt ab, da Karl ihre große Liebe ist, von der sie nicht loslassen kann.


Franz möchte seinem Bruder so viel Schaden und Schmerz wie nur möglich zufügen. Dies würde ihm am besten gelingen, wenn er Amalias Herz für sich gewinnt.

Schenke an der sächsischen Grenze

Karl ist in Bücher vertieft und Spiegelberg sitzt trinkend am Tisch. Karl regt sich darüber auf, dass Gesetze den freien Willen des Menschen einschüren. Er fasst den Beschluss, Deutschland zu einer prachtvollen "Republik" zu machen.

Er hat Sehnsucht nach seiner geliebten Amalia und nach seinem Vater, hat bereits einen Brief an sie verfasst und wartet gespannt auf die Antwort. Von seinem Bruder erhält er einen Brief mit entsetzlichem Inhalt: er werde für immer verstoßen sein!

Der größenwahnsinnige Spiegelberg will eine Räuberbande gründen. Der Hauptmann soll Karl sein. Dieser nimmt das Angebot aus lauter Wut auf den Bruder an.



Hier taucht zum ersten mal Karl auf, von dem man sich bisher noch kein richtiges Bild machen konnte. Er wurde zwar schon oft erwähnt, aber aus den Aussagen kann man nicht automatisch auf seinen wahren Charakter schließen. Die Entscheidung, Hauptmann der Bande zu werden hat mich sehr überrascht, weil sie aus einer Laune heraus entstanden ist. Ich habe mir Karl nachdenklicher vorgestellt.

Franz kennt Karl besser, als der Vater. Einen solchen Bruder zu haben ist sicher keine angenehme Angelegenheit. Daher kann ich nun verstehen, warum Franz versucht, beim Vater, der von Karl überzeugt ist, ein schlechtes Bild von ihm zu hinterlassen.

Donnerstag, 15. November 2007

Im Moorischen Schloss

Die erste Szene spielt im Moorischen Schloss. Der Alte Moor und sein Sohn Franz führen ein Gespräch. Franz ist der jüngere Sohn und fühlt sich benachteiligt. Sein Bruder Karl hält sich zur Zeit an einem anderen Ort auf und der Alte Moor wartet auf Nachricht von ihm. Franz sieht darin die Gelegenheit falsche Nachricht von Karl zu überbringen, damit sein Bruder in einem schlechten Licht steht.


Beim Lesen der ersten Zeilen ist noch nicht klar, um was es geht, man wird mitten in das Geschehen gestellt. Dies ändert sich jedoch bald, wozu meiner Meinung nach hauptsächlich der Dialog beeiträgt. Dieser belebt das Geschehen mehr und die Rollen der einzelnen Charaktere wird deutlich.

Nach einer Phase des "Einlesens" wurde bei mir die Neugier geweckt, wie es mit Franz weitergeht und was der Titel "Die Räuber" mit der Geschichte zu tun hat. Nach dem Lesen der 1. Szene kann ich mir nicht vorstellen, was es mit diesen auf sich haben könnte.

Donnerstag, 8. November 2007

Räuber heute



Dreiste Räuber rauben Post in Strasburg aus

Strasburg (dpa) Dreiste Räuber haben am Dienstagmorgen eine Postfiliale in einem Bürogebäude in Strasburg (Kreis Uecker-Randow) überfallen und ausgeraubt. Die beiden Männer passten die Angestellte kurz vor der Öffnung an einem Fahrstuhl ab, bedrohten sie mit einem Messer und erzwangen die Öffnung des Tresors, wie die Polizei in Anklam mitteilte. Anschließend hätten sie die Beute in einem schwarzen Kinderwagen verstaut und seien in unbekannte Richtung geflüchtet. Eine Etage über der Post befinden sich die Räume der Strasburger Polizei.

Die Beute soll mehrere tausend Euro betragen. Polizei hat wegen der Nähe zu Brandenburg eine Großfahndung in beiden Bundesländern ausgelöst. Bis zum Mittag konnten die Täter - trotz des auffälligen Kinderwagens - aber nicht gestellt werden. Die Angestellte sei von den Tätern eingeschlossen worden, habe aber per Telefon Hilfe holen können. Sie stehe unter Schock, hieß es. Zuletzt hatte Anfang März ein Unbekannter eine Bank in Strasburg überfallen. Der Fall wurde laut Polizei noch nicht aufgeklärt.

Räuber in flagranti

Zürcher Stadtpolizei erwischt gewalttätige Räuber in flagranti

Zürich. AP/baz. Die Zürcher Stadtpolizei hat vier Räuber in flagranti erwischt. Gemäss Mitteilung vom Montag hatten die vier am frühen Samstagmorgen versucht, einen 59-jährigen Schweizer auszurauben. Sie wurden von einer Streifenwagenbesatzung gesehen, als sie im Stadtkreis 4 auf den am Boden liegenden Mann traten und schlugen.

Die vier Täter, drei Schweizer und ein Serbe im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, konnten nach kurzer Flucht festgenommen werden. Das Opfer erlitt Prellungen und Schürfungen am ganzen Körper und musste ins Spital gebracht werden.

Räuber heute